Infos zu Stimme und Stimmung

 
Wie das Programm Ihre Stimme sieht..
Beim Training versuchen fast alle Programme, die Teile des Klang Spektrums ausfindig zu machen, an denen sich beim jeweiligen Benutzer am besten die gesprochenen Silben erkennen lassen. Das hat mehrere Auswirkungen: neben einer gesteigerten Erkennungs Geschwindigkeit (das Programm weiß anschließend, "wohin es schauen muß", um ein Wort zu identifizieren) heißt dies auch, daß sich das Programm beim Training sehr stark an den Klang der Stimme zum Trainingzeitpunkt gewöhnt.

..was Sie schon wissen..
Wir Menschen können recht gut auf dem Klang der Stimme eines anderen auf den Zustand desjenigen schließen. Allerdings geschieht dies eher unbewußt: es ist nicht leicht, zu sagen, warum z. B. jemand am Telefon müde oder krank klingt. Deswegen ist es oftmals auch schwer einzuschätzen, wie stark sich die eigene Stimme je nach Stimmungslage verändert. (Es gibt Forschungsgruppen, die sich ausschließlich mit den Auswirkungen psychischer Zustände auf den Klang der Stimme befassen!)

..und warum das relevant ist.
Und warum schreibe ich das? Nun, das Spracherkennungsprogramm hat sich während es Trainings an bestimmte Merkmale im Klang der Stimme gewöhnt. Diese Merkmale können recht speziell sein, und unter Umständen fehlen sie oder sind stark verändert, wenn man erkältet oder auch nur müde ist.

Deshalb:
Daraus folgt insgesamt, daß die meisten Spracherkennungsprogramme sehr sensibel auf die Stimmungslage ihres Benutzers reagieren. Achten Sie einmal darauf: vielleicht fällt ihnen auf, daß Sie immer, wenn ihr Programm sie wieder einmal überhaupt nicht versteht, müde, hektisch oder ein wenig erkältet sind. Unter Umständen kann es besser sein, einen längeren Text zu einem späteren Zeitpunkt zu diktieren oder auch einmal (so schwer das nach einiger Gewöhnung fällt) wieder einmal die Tastatur zu benutzen.

 
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